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Teures Prag, Ihr 68 und Weihnachten im August

Schon wieder sind zwei Wochen vergangen. Zeit also, dass Sie, unsere Hörer, wieder zu Wort kommen: im Hörerforum.

Im Netz der Geschichte: Sibylle Plogstedt und ihr Prager Frühling

Als vor 40 Jahren die Warschauer-Pakt-Truppen in der Tschechoslowakei einmarschierten und den Prager Frühling niederwalzten, da bedeutete das für viele Tschechinnen und Tschechen das Ende ihres großen Traums von Freiheit. Aber auch im Ausland hatten viele an den Sozialismus mit menschlichem Antlitz geglaubt und die Reformer in Prag unterstützt. Zum Beispiel die damals 23-jährige westdeutsche Studentin Sibylle Plogstedt, die sich nach der Invasion einer Untergrundbewegung anschloss und dafür sogar in einem Prager Gefängnis landete. Heute lebt Plogstedt als Journalistin, Buchautorin und Filmemacherin in Bonn. Über ihre Erinnerungen an 1968 und die Zeit danach hat Gerald Schubert mit ihr gesprochen.

Ostblock Reloaded

Als 1968 die Reformer in der Tschechoslowakei auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren, da blickten die Journalisten der westeuropäischen Nachbarstaaten mit viel Aufmerksamkeit und Sympathie nach Prag. Nun, vierzig Jahre nach der Niederschlagung des Prager Frühlings, vermitteln viele Medien den Eindruck, dass Tschechen, Deutsche und Österreicher einander damals näher waren als heute. Das Zusammenleben in Freiheit, Demokratie und EU scheint selbstverständlich geworden zu sein ? oder es wurde überhaupt nie richtig wahrgenommen.

Fliegeroffizier ?e?ovský: "Mein Schicksal wurde am 21. August ´68 besiegelt"

Der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen vor 40 Jahren ist den meisten Tschechen bis heute als traumatisches Datum in Erinnerung. Für den Fliegeroffizier Zbyn?k ?e?ovský bedeutete dies einen tiefen Schnitt im Leben. Er stellte sich gegen den Einmarsch und wurde so zum Verfolgten des kommunistischen Regimes, dem er zuvor als Militärangehöriger gedient hat. 1984 wurde ?e?ovský zur Emigration gezwungen und lebte sechseinhalb Jahre in München. Vor 18 Jahren aber kehrte er wieder in seine Heimat zurück ? Till Janzer hat Zbyn?k ?e?ovský über seine Lebensgeschichte befragt, die am 21. August 1968 geschrieben wurde.

Presseeinblick - und außerdem: Tschechiens große Privatsender stimmen Digitalisierungs-Fahrplan zu

Der Jahrestag des Einmarsches der Warschauer-Pakt-Truppen und die Olympischen Spiele in Peking standen im Mittelpunkt der tschechischen Medien. Gedenken und Jubel ganz eng beineinander. Zudem berichten wir von der neuesten Entwicklung bei der Digitalisierung des Fernsehprogramms in Tschechien.

Tschechien ehrt Ausländer, die im August 1968 Widerstand geleistet haben

Der Donnerstag stand in Tschechien ganz im Zeichen des Gedenkens an die brutale Niederschlagung des Prager Frühlings vor genau vierzig Jahren. Der tschechische Präsident Václav Klaus und Premierminister Mirek Topolánek zeichneten Persönlichkeiten aus, die sich gegen den Truppen-Einmarsch gestellt hatten. Darunter auch einige Deutsche.

Ich habe es auf der Zunge

Hallo und willkommen bei Tschechisch gesagt, heute noch einmal mit dem Wort jazyk. Sie erinnern sich vielleicht. Diesmal aber nicht mehr in der Bedeutung ?die Sprache? (obwohl es ja bei uns eigentlich immer um die Sprache geht), sondern ?die Zunge?.

21. August 1968 ? Das erste Blatt in der Stasi-Akte von Heinz Eggert

Der 21. August 1968 war ein traumatischer Tag für die Tschechoslowaken. Aber nicht nur für sie. Einer, dessen Leben an diesem Tag auf den Kopf gestellt wurde, war Heinz Eggert, der damals in Warnemünde lebte. Die Ereignisse in der Tschechoslowakei haben, ohne dass er es wollte, aus ihm einen Regimegegner gemacht. Es folgte ein harter Weg, der ihn aber nach der Wende bis in eines der höchsten Staatsämter des Freistaates Sachsen führte. Christian Rühmkorf hat Heinz Eggert besucht und mit ihm über seine Geschichte und den Schicksalstag seines Lebens gesprochen.

Sowjetinvasion ´68: Tschechen vergeben nicht

Auch 40 Jahre, die seit der Invasion der Sowjettruppen am 21. August 1968 in die Tschechoslowakei vergangen sind, reichen den Tschechen nicht aus, um den Russen zu verzeihen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die dieser Tage die Prager Meinungsforschungsagentur STEM im Auftrag der Wirtschaftszeitung Hospodá?ské noviny durchgeführt hat. Über die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse sprach Jitka Mládková mit STEM-Analytiker Stanislav Hampl: