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Gesellschaft (Radio Prag)

07.02.2012

Neun Todesopfer bei nächtlichem Großbrand in Prag

In der Nacht auf Mittwoch brach in einem ehemaligen Bahngebäude unmittelbar neben dem Busbahnhofs Prag-Florenc ein Feuer aus. Die traurige Bilanz: neun Tote und zwei Verletzte. Es handelt sich um einen der tragischsten Brände in Tschechien in den letzten 20 Jahren.

Einigkeit im Blätterwald: ?Studiengebühr: Ja! ? Einschreibegebühr: Nein!?

Ab 2011 sollen Studenten bei der Einschreibung zahlen, umgerechnet bis zu 240 Euro pro Jahr. Die regulären Studiengebühren sollen diese Einschreibegebühren dann ab dem Jahr 2013 ablösen. So stellt sich das jedenfalls Bildungsminister Josef Dobe? vor.

Bildungsminister plant Einschreibegebühren ? Unis und Studenten reagieren ablehnend

Seit Jahren wird in Tschechien bereits über die Einführung von Studiengebühren gestritten. Die neue Mitte-Rechts-Regierung beschloss dann im Frühjahr in ihren Koalitionsverhandlungen die Einführung der Gebühren im Jahr 2013. Doch Bildungsminister Dobe? hat mittlerweile noch einen anderen Plan: Ab kommendem Studienjahr sollen die Studenten bereits Einschreibegebühren entrichten.

Süßer Start ins Arbeitsleben: Die soziale Konditorei ?Cukrárna?

Apfeltorten, Honigkuchen, aber auch Mascarpone mit Mango: Die Konditorei bietet eine Auswahl von klassischen tschechischen Desserts sowie einige Delikatessen italienischer oder französischer Art. Von den anderen Konditoreien unterscheidet sich die Neueröffnung im Prager Stadtzentrum dadurch, dass sie Menschen mit geistiger Behinderung beschäftigt. Vorige Woche wurde die Konditorei ?Cukrárna? feierlich eröffnet.

Die Acht

Hallo und willkommen bei Tschechisch gesagt, liebe Hörerinnen und Hörer. In der achten Lektion ? osmá lekce unserer Nummernserie folgt heute ? Sie haben es erraten - die Nummer acht ? osm.

Deutsche Schule Prag: 20 Jahre gute Bildung und 10 Jahre gelebte deutsch-tschechische Begegnung

Die deutsche Wiedervereinigung hat es mit sich gebracht, dass auch in Prag einige innerdeutsche Wandlungen vollzogen worden. So ist zum Beispiel aus der ehemaligen Botschaftsschule der DDR die erste deutsche Auslandsschule in Tschechien, die Deutsche Schule Prag (DSP) entstanden. Sie hat am 4. Oktober 1990 ihren Schulbetrieb aufgenommen und deshalb - wie das vereinte Deutschland - jetzt auch ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert.

Kommentatoren: Das Vítkov-Urteil ist gerechtfertigt

Führende Politiker zeigten sich zufrieden mit den hohen Haftstrafen für die Täter des Brandanschlags auf eine Roma-Familie in Vítkov. Das Kreisgericht in Ostrau verurteilte die vier Neonazis zu 22 Jahren beziehungsweise 20 Jahren Haft mit Sonderverwahrung. Damals, im April 2009 hatten sie nachts mehrere Brandsätze in das Haus einer neunköpfigen Roma-Familie geworfen. Drei Menschen wurden verletzt, darunter die zum Tatzeitpunkt zweijährige Natálka. 80 Prozent ihres Körpers erlitten schwerste Verbrennungen, an denen das Mädchen den Rest ihres Lebens leiden wird.

Geschnappte Waffenhändler versteckten MPis sogar im Kinderzimmer

Die Waffen von Kalaschnikow sind weltweit am weitesten verbreitet. Vor der Wende gehörte die Kalaschnikow auch zur Standardbewaffnung der Tschechoslowakischen Armee. Danach wurde die Bewaffnung in Tschechien und der Slowakei umgerüstet. Wurden die ausgedienten Kalaschnikows aber auch ordentlich entsorgt? Mitnichten! Tschechische und slowakische Polizisten haben Ende September einen illegalen Waffenhändlerring auffliegen lassen, bei dem neben anderen Waffen auch jede Menge funktionstüchtige Kalaschnikows gefunden wurden.

Außerordentliche Haftstrafen für die Brandstifter von Vítkov

Im April des Vorjahres steckten vier junge Rechtsextreme das Haus einer Roma-Familie in Vítkov bei Opava / Troppau in Brand. Drei Menschen wurden dabei verletzt, darunter die zweijährige Natálka, die mit schwersten Verbrennungen monatelang im Krankenhaus lag und ihr Leben lang an den Folgen des Attentats zu leiden haben wird. Vier Monate später konnte die Polizei im Zusammenhang mit dem Anschlag zwölf Verdächtige aus der Neonazi-Szene festnehmen und unter ihnen schließlich die vier Brandstifter identifizieren. Am Mittwochvormittag ist in Ostrava / Ostrau das Urteil gefallen.

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