Gesellschaft (Radio Prag)

10.09.2010

Soldaten auf Demos und die Preisverleihung durch Kanzlerin Merkel

Die tschechische Presse hat in ihren Kommentaren am Donnerstag mehrere Themen aufgespießt. Darunter auch die Verleihung des Potsdamer Medienpreises an den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard und die Proteste von Soldaten gegen die Kürzung ihrer Bezüge.

Radio Prag im neuem musikalischen Gewand und mit neuem Sendeschema

Unseren Hörern ist es sicher schon aufgefallen: Radio Prag hat ein neues Sounddesign. Ebenso neu: das Sendeschema. Der Leiter der deutschen Redaktion, Till Janzer, erzählt im Hörerforum was sich ändert und warum.

?Seit den 90ern ein positiveres Selbstbild?: Tschechen in Österreich

In diesen Tagen treffen sich bei einer Konferenz in Prag viele Tschechen, die verstreut über die ganze Welt leben: Auslandstschechen. Sie gibt es in den USA, in der Ukraine, in Schweden und auch in den deutschsprachigen Ländern. In der Schweiz leben beispielsweise 15.000 Tschechen und Slowaken. Eine besondere Geschichte haben Tschechen in Österreich, schließlich existierte noch bis zum Ersten Weltkrieg ein gemeinsamer Staat. Das Wien der Kaiserzeit bevölkerten damals wohl mehrere Hunderttausend Tschechen. Heute sind die Zahlen vergleichsweise gering. Dennoch gibt es ein reiches Kulturleben. Die jüngsten Zuwanderer ? jene aus der 68er Generation - schlossen sich im Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich zusammen. Richard Basler ist stellvertretender Vorsitzender dieses Vereins - mit ihm ein Interview über Wiener Tschechen, ihre Identität und über den Kulturklub.

Christine Bertschi: eine Flachland-Schweizerin im tschechischen Medienbetrieb

Sie ist jung, sie ist Studentin, spricht Tschechisch und kommt aus einer Gegend, die sie und ihre Landsleute eher als Flachland bezeichnen. Christine Bertschi ist Schweizerin und arbeitet im Rahmen eines Robert-Bosch-Stipendiums bei der tschechischen Wochenzeitschrift ?Respekt?. Wie sie als Schweizerin dazu kam, sich intensiv mit Tschechien zu befassen und wie die Arbeit bei einem großen Prager Printmedien läuft, darüber sprach Christian Rühmkorf mit der angehenden Journalistin.

Der bizarre Reiz des Prager Sommers

Das Leben in der Hauptstadt Prag hat einen bizarren Reiz. Und seine eigenen Gesetze. Denn neben den vier Jahreszeiten, die Kälte, Matsch, Sonne, Wind und Nässe bringen, unterscheidet der Prager vor allem drei Perioden: die Arbeits- und Schaffenszeit, die Haupturlaubszeit und die Weihnachtszeit. Bis zur letzteren Periode dauert es noch etwas und sie ist mit maximal zwölf Tagen auch die kürzeste. Deswegen ist sie nicht nur schnell zu Ende, sondern auch sehr speziell.

Städte-Ranking: Prag trotz guter Platzierung noch weit hinter Wien zurück

Prag und Budapest sind touristische Perlen unter den Ländern, die erst seit sechs Jahren zur EU gehören. Aber kann die tschechische Hauptstadt beispielsweise auch beim Lebensstandard im EU-Vergleich mithalten? Und ist sie unternehmerfreundlich? Auf die letzte Frage hat jetzt eine Studie der Consulting-Firma Roland Berger Strategie Consultants eine erste Antwort gegeben.

Der Beginn des Schuljahres bringt eine Reihe von Änderungen mit

Die zweimonatigen Sommerferien sind zu Ende gegangen. Am 1. September hat in Tschechien das neue Schuljahr begonnen. Eine Rekordzahl von über 96.000 Erstklässlern beginnt Lesen und Schreiben zu lernen. Ihre älteren Mitschüler und ihre Lehrer haben andere Sorgen. Das Schuljahr 2010 / 2011 hält eine ganze Reihe von Änderungen bereit.

Tschechische Bahnen zahlen für Verspätungen und defekte Klimaanlagen

Groß war die Aufregung vor etwa einem Jahr: Tschechien hat von der EU einen fünfjährigen Aufschub für die so genannte Fahrgastrechte-Richtlinie bekommen. Damit hatten Bahnkunden hierzulande Pech und bekamen anders als Fahrgäste in Deutschland und Österreich keine Entschädigungen für verspätete Züge. Nun wollen die Tschechischen Bahnen (?D) bei Verspätungen freiwillig Gutscheine anbieten. Ab einer Stunde gibt es umgerechnet rund zwei Euro, ist der Zug mehr als zwei Stunden verspätet, gibt es vier Euro. In den Supercity-Zügen wird bereits ab einer halben Stunde der Acht-Euro-Reservierungszuschlag zurückgezahlt. Geld gibt es auch für defekte Klimaanlagen oder fehlende Erste-Klasse-Waggons. Daniel Kortschak hat mit dem Sprecher der Tschechischen Bahnen, Petr ??áhlavský, über die Einzelheiten gesprochen. Hören Sie nun mehr in einer neuen Ausgabe unserer Sendereihe ?Umwelt und Verbraucher?.

Schüler-Redakteure entdecken: Das Böhmische Paradies ist umgezogen

Im tschechischen Schulwesen tut sich eine ganze Menge. Unterricht soll immer häufiger auch von den Schülern aktiv mitgestaltet werden. In dieses Konzept passt eine neue Bildungsserie, die das Tschechische Fernsehen zurzeit produziert. Als Redakteure sind nämlich auch Grundschüler maßgeblich beteiligt. Alles dreht sich um einen erfundenen Ballonfahrer. Das, was er in den einzelnen Regionen erlebt, erkunden die Schüler unter anderem in Archiven, und auch das Drehbuch schreiben sie selbst. Die Idee geht auf die Bürgerinitiative Antikomplex zurück. Christian Rühmkorf sprach mit dem Leiter Ond?ej Mat?jka.


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