Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - das gilt wohl im besonderen Maße in Tschechien. Wenn unsere tschechischen Nachbarn den Rekord des Landes mit den meisten Übergewichtigen immer mal wieder halten (meist im Wechsel mit Deutschland) spricht das für den besonderen Stellenwert des Essens und Trinkens im tschechischen Alltag. In der Tat hat die vegetarische Küche noch nicht so richtig Einzug gehalten in Tschechien. (Ausnahmen sind Prag und andere Touristenzentren) Und so sucht man Gemüse oft vergeblich auf dem Teller.
Trotzdem hat die tschechische Küche eine Reihe kulinarische Spezialitäten zu bieten. Dass das tschechische Bier Spitze im Weltmaßstab ist, braucht man eigentlich nicht erwähnen. Inzwischen sind, außer einer Brauerei, die meisten tschechischen Braubetriebe in der Hand ausländischer Konzerne, was dem Geschmack des Gerstensaftes nicht schadet.
In der Regel tut ein Besuch in einer tschechischen Gastronomität nicht nur dem Magen sondern auch der Geldbörse gut. Sieht man von teuren Restaurants in der Hauptstadt ab, ist eine Mahlzeit in einer die vielen "Restaurace" (Restaurant), "Hostinec" (Gaststätte), "Hospoda" (Kneipe), "Kavárna" (Kaffee), "Vinárna" (Weinstube) für Deutsche immer noch sehr preiswert.
Die Speisekarte hält, regional unterschiedlich (böhmische Küche, mährische Küche u.a.), viele Spezialiäten bereit, die über den allseits bekannten Gulasch mit böhmischen Knödeln und Zwiebeln hinaus gehen. Mein Tip: probieren Sie auf jeden Fall zum Bier einmal "Utopenec/ Utopenci" (ertrunkene Würstchen) - schmeckt besser als es klingt.
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